»»Gedichte 1
Das hier sind ein paar ältere gedichte von mir:
abgekratzt vom Pflasterstein
nun stehe ich hier so weit oben. die Menschen scheinen klein und unbedeutend aber Menschen waren schon immer komische Wesen für mich. alle, außer dir. dachte ich zumindest.... wenn du auch anders bist, du hast mich verraten oder...habe ich mich selbst verraten? ich weiß es nicht mehr wurde ich überhaupt verraten? doch, ja, da bin ich mir sicher! vom wem spielt letztendlich keine rolle. ich stehe hier oben und ich habe vor, da unten zu sein allerdings nicht so, wie man sich das normalerweise vorstellt. ob das der richtige Weg ist? warum interessiert dich das überhaupt? für mich ist es der richtige vorausgesetzt, es gibt so etwas wie richtig oder falsch überhaupt. der einzige Haken: das ist doch ein bisschen wenig. ich wollte doch mehr hinterlassen wollte mehr für dich sein als ein würdeloser körper abgekratzt vom Pflasterstein
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Das Leben ist wie Zug fahren
Ich komme vorwärts. Ohne mich zu bewegen. Das ist nicht kostenlos, es hat seinen Preis. Es ist auch nicht fehlerlos, manchmal (oder oft?) verspätet es sich. Im Großen und Ganzen aber recht bequem. Man begegnet Menschen oder bleibt für sich. Wie man möchte. Man lernt neue Orte kennen, wenn auch nur durchs Fenster. Die einzige Konstante: Die draußen vorbeiziehende Landschaft. Und selbst sie ist in ständigem Wandel.
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Menschen warten. Auf den Zug. Auf andere Menschen. Auf sich selbst? ***
endlose leere
die welt ist dunkel und finster. nirgends brennt ein licht. ruinen um mich herum. hohe, grau-schwarze mauern stehen bedrohlich doch eigentlich sind sie müde. müde von dieser welt, die alles verschlingt, alles zerstört, alles zu grunde richtet. diese wesen, die auf ihr wandeln. wenn es nur das wäre.... doch sie tun mehr. versuchen alles zu verstehen. wollen in allem einen sinn sehen. glauben, aus allem feste regeln machen zu können. alles soll sich danach richten. dabei tun sie es selbst nicht.... sie dürfen nicht töten, verletzen, stehlen, unterwerfen, quälen. einfach gesagt: nicht krieg führen. doch genau das tun sie. sie erheben es sogar zu einer wissenschaft. und es endet in verzweiflung, leid, tod, endloser leere. alle sind fort. ruinen um mich herum. nirgends brennt ein licht. die welt ist dunkel und finster.
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Allein mit mir selbst
Völlige Dunkelheit überall Bin ich allein? Meine einzige Gesellschaft die Schatten die nach mir greifen doch nicht einmal sie erreichen mich geschweige denn ich sie Ich glaube, sie hassen mich oder hasse ich sie? Niemand in meiner Nähe oder... ist da doch wer? unsichtbar beobachtend Zeig dich! Sofort! Ich weiß, du bist da! du musst da sein... War da eine Bewegung? Oder bin es nur ich selbst die sich in diese Welt flüchtet....?
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tote welt
die welt ist tot ein eisiger wind weht über die einöde kranke bäume stehen vereinzelt nichts regt sich reste von verwelkten blumen knochen klappern schädel lachen triumphierend sie sind die einzigen bald verstummt auch das stille kehrt wieder ein wie konnte es soweit kommen? das will keiner mehr wissen denn es ist keiner da, der es wissen wollen könnte so ist und bleibt es vergessen das schicksal einer toten welt
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